Sonstige Form von Astrofotografie

Erste Astrofotos mit ruhender Kamera

Für einfachste Strichspuraufnahmen wird lediglich eine Spiegelreflexkamera mit der Einstellmöglichkeit 'B' (bulb) für Langzeitbelichtungen und ein stabiles Stativ benötigt. Die Kamera wird auf das Stativ geschraubt, um Erschütterungen zu vermeiden. Mit einem Drahtauslöser, der im Fachhandel kostengünstig zu erwerben ist, vermeidet man Verwacklungen während der Auslösung des Bildes.

Aufgrund der Eigenrotation unseres Planeten scheint es so, als ob sich die Sterne am Himmel um den Himmelsnord- bzw. Südpol drehen. Bei einer Langzeitbelichtung ohne jede Nachführung dieser scheinbaren 'Abwanderung' der Sterne kommt es schon nach kurzer Zeit nicht zur Abblidung von punktförmigen Objekten, sondern zu Strichspuren, deren Länge vom gewählten Objektiv (Vergrößerung) und der Belichtungszeit abhängt.

Dieser Effekt muss Astrofotos jedoch nicht zwangsläufig zerstören. Mit etwas Kreativität können so auch durchaus ganz besonders ästhetische Bilder entstehen. Beispielsweise kann die dunkle Silhouette eines Baumes in den Vorgrund des Bildes eingebaut werden.


Sternenhimmel, Strichspuren und Konstellationen Entgegen weit verbreiteter Meinungen, dass man für astronomische Aufnahmen eine teure Spezialausrüstung benötigt, sind Sternaufnahmen bereits mit jeder handelsüblichen Kamera möglich, sogar mit Digicams. Es genügt bereits eine von gewöhnlichen Nachtaufnahmen her bekannte Ausrüstung, also eine ruhende Kamera auf einem soliden Stativ mit Draht- oder Selbstauslöser. Man kann sogar schwächere Sterne und Objekte abbilden, als sie mit dem bloßen Auge sichtbar sind.

Nachtleuchtende Wolken gab es am 17.7.09 hier in Bayern, ein sehr schönes schauspiel

Südliche Milchstrasse:

  • Aufnahmeoptik: Standard Objektiv
  • Kamera/Filter: Canon EOS350Da Bilddaten: 10x 20s bei ISO 1600
  • Montierung/Guiding: Stativ
  • Seeing/Grenzgroesse: sehr gut
  • Datum: August 2011

Aufgenommen in Kärnten Saureggen